Die Kameras waren seit Freitag im Fotolabor. Ein großer Schritt weil nun das Ergebnis noch greifbarer wurde und gleichzeitig man die Verantwortung etwas aus der Hand gab. Die Anspannung stieg wie nun die Resultate wirklich sein würden und ob wohl alles gut gegangen wäre. Was wenn die Fotos nicht mehr den Kameras zugeordnet werden konnten? Gar bei einer Kamera kein einziges Bild drauf wäre? Wie hätten wir das den Jugendlichen erklärt und wäre überhaupt noch Zeit für einen Neustart?
Doch wie so oft macht man sich umsonst hunderttausend Gedanken und ist schon bei Alternativplan Z und am Ende waren alle diese Bedenken unnötig. Das Fotolabor hatte mir gesagt, dass ich die Abzüge heute gegen 17 Uhr abholen könnte. Nachdem Ungeduld und Neugier dann doch überhand nahmen und ich nicht noch 2 Stunden daheim warten wollte rief ich an und die Bilder waren schon früher fertig. Ich fuhr also durch den grauen Wiener Nebelregentag und holte die Bilder. Sie hatten mir ein großes Paket inkl Fotos, DatenCD und Negativen bereitgelegt, welche gleich in den Rucksack wanderten. Ich wollte sie nicht alleine anschaun, sondern das gemeinsam mit Stefan machen. So fischte ich die einzelnen Pakerl daheim nur kurz raus um sie zu beschriften und mit Namen zu versehen und wartete dann auf ihn.
Gemeinsam nahmen wir dann die Bilder unter die Lupe und es war weder ein Film ganz kaputt gewesen noch hatte es gröbere Schnitzer gegeben. Jeder der Jugendlichen hatte wirklich schöne und ganz individuelle Momente eingefangen. Manche Aufnahmen waren wirklich schön und ich möchte für die Projektpräsentation gerne einige der Bilder verwenden.
Technisch stellten wir fest, dass die Sache mit dem "Blitz" nicht ganz so einwandfrei funktioniert hatte wie gedacht und das einige Bilder deswegen einen "Grauschleier" haben oder unterbelichtet sind. Das hat jedoch auch einen eigenen Charme, da man bewusst hinschauen muss um zu erkennen was sich hinter den Schatten befinden könnte.
Das Fotolabor hat wirklich so tolle Arbeit geleistet und so kommt die Arbeit der Jugendlichen total schön zur Geltung. Ich freu mich schon richtig auf die Übergabe der Fotos beziehungsweise den Fototermin mit den Jugendlichen und auf kurze Gespräche über die Bilder. Jetzt können wir auch am Konzept für diesen Termin weiterfeilen, nachdem wir jetzt abschätzen können mit welchem Ausgangsmaterial wir starten. Eine Kamera fehlt ja noch aber das sollte kein Problem sein und ich würde dann gerne bei den Jugendlichen den Dankeschönkorb für das Fotolabor in Auftrag geben. Stefans Idee war den Namen in Blindenschrift zu schreiben und ich mag die Idee wirklich gerne. Also heißts jetzt die Osterferien abwarten und währenddessen erste Pläne für Mai schmieden um das Projekt dann schön zu Ende zu bringen.
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